5. August 2014

Gedenkfeier beim Italiener-Denkmal

10. Mai 2014

Am 10.Mai 2014 kam eine große Delegation der ANED ((Associazione nazionale ex deportati nei lager nazisti) aus Mailand nach Steyr. Beim Italiener-Denkmal am Steyrer Friedhof wurde eine Gedenkfeier abgehalten. Anwesend waren auch wieder Guiseppe Valota, dessen Vater in Steyr umkam und Raffaela Lorenzi, deren Vater u.a. auch im Nebenlager Steyr war und 14 Tage nach der Befreiung von Mauthausen an den Folgen der Lagerhaft starb.

Der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Steyr Karl Ramsmaier stellte in seiner Gedenkrede den Steyrer Kripo-Beamten Franz Reichleitner, unter dessen Kommandantur im Vernichtungslager Sobibor 150 000 Juden ermordet wurden, Bischof Michael Memelauer von St.Pölten gegenüber, der 1941 das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten öffentlich anprangerte.

Guido Valota, der Vater von Guiseppe Valota und Cesare Lorenzi, der Vater von Raffaela Lorenzi stellten sich mutig der Ideologie und dem System der Nationalsozialisten entgegen.

“Guido Valota, Cima Pericle, Cesare Lorenziund all die anderen haben für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens gekämpft. Sie haben im Grunde schon vorweggenommen, was dreieinhalb Jahre nach ihrem Tod die Vereinten Nationen in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formulieren werden: ” Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.” (Art. 1), meinte Karl Ramsmaier.

Beim Gedenkstein wurden schließlich Blumen niedergelegt und eine Gedenkminute abgehalten.

 

Ehemaliger KZ-Häftling Jean-Marie Delabre bei der Befreiungsfeier in Steyr

12. Mai 2014

Neben dem neuen Präsidenten des Comite´ International de Mauthausen Guy Dockendorf konnte der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Steyr Karl Ramsmaier bei der heurigen Befreiungsfeier auch einen ehemaligen Häftling des KZ-Nebenlagers Steyr-Münichholz begrüßen. Jean-Marie Delabre aus Frankreich musste als Häftling unter unbeschreiblichen Bedingungen Luftschutzstollen für die Steyrer Bevölkerung graben. Vor der Feier besichtigte er mit der französischen Delegation die Ausstellung im “Stollen der Erinnerung”. Anwesend waren auch der Präsident der Amicale de Mauthausen Daniel Simon, Nationalrat Ing. Markus Vogl, Vizebürgermeister Wilhelm Hauser und Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche.

Die Feier anlässlich des 69. Jahrestages der Befreiungwidmete sich dem Thema “Wert des Lebens”. Vizebürgermeister Wilhelm Hauser meinte: “Das, was in den sechs Jahren des Zweiten Weltkrieges passiert ist, macht uns heute noch fassungslos: Völkermord, Vernichtungskrieg, Rassenwahn, die Herrschaft des absolut Bösen.”

Der Gedenkredner und Historiker Martin Hagmayr wies darauf hin, dass auch 70 Menschen aus dem Raum Steyr in der Euthanasieanstalt Hartheim ermordet wurden. Darunter war auch ein noch nicht einmal zehnjähriges Mädchen aus seinem Heimatort Wolfern. Neben Gedenktafeln in den Gemeinden benötige es auch Menschen, die das Erinnern hochhalten.

Daniel Simon sprach vom mörderischen Wahnsinn der Nationalsozialisten, denen die Lebenden und das Leben vollkommen gleichgültig waren. “Wir sind befreit von der Logik des Mordes, die Menschlichkeit hat wieder Einzug gehalten – noch immer zerbrechlich, sie braucht unsere Wachsamkeit und unser Engagement.”

Musikalisch wurde die Feier vom “Instrumentalensemble” des BRG Steyr unter der Leitung von Mag. Christian Hatzenbichler gestaltet. Aufgrund des Schlechtwetters fand die Feier im Feuerwehrhaus Münichholz statt. Im Anschluss an die Feier formierte sich ein Gedenk-marsch vom Feuerwehrhaus zum KZ-Denkmal in der Haagerstraße. Dort wurden zahlreiche Kränze niedergelegt und eine Gedenkminute für alle KZ-Opfer des Nebenlagers Münichholz, aber auch für alle Euthanasie-Opfer des Raumes Steyr abgehalten.

Organisiert wurde die Feier vom Mauthausen Komitee Steyr. 20 Vereine, Parteien und Organisationen traten als Mitveranstalter auf.

 

 

2. April 2014

Befreiungsfeier beim KZ-Denkmal

Anlässlich des 69. Jahrestages der Befreiung des KZ-Nebenlagers Steyr-Münichholz findet am Montag, 12.Mai 2014 um 17.30 beim KZ-Denkmal in der Haagerstraße die alljährliche Befreiungsfeier statt. Thema der Feier: „Wert des Lebens”. Gedenkredner ist der Historiker Martin Hagmayr. Er stammt aus Wolfern und ist nun in der Lern- und Gedenkstätte Schloss Hartheim als Pädagoge beschäftigt. 27 Personen mit Beeinträchtigung aus Steyr wurden während der NS-Zeit in Hartheim ermordet. Musikalisch wird die Feier vom “Instrumentalensemble” des BRG Steyr unter der Leitung von Mag. Christian Hatzenbichler

gestaltet. Erwartet wird auch wieder eine Delegation der Amicale de Mauthausen, einer Organisation von Angehörigen französischer KZ- Opfer. Beim KZ-Denkmal werden Kränze niedergelegt und eine Gedenkminute abgehalten. Bei Schlechtwetter findet die Befreiungsfeier im Feuerwehrhaus Münichholz, Prinzstraße 1a statt.

Bereits am Samstag, 10.Mai 2014 werden 200 Italiener nach Steyr kommen und beim Italiener-Denkmal eine Gedenkfeier abhalten.